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Von Haar bis Z

Die meisten Menschen haben zwischen 80.000 und 150.000 Haare auf dem Kopf. Und jeder Mensch verliert täglich Haare – das ist ganz normal, denn auch Haare sind einem natürlichen Erneuerungsprozess unterworfen.

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Haare und deren Pflege.

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Zahlen und Fakten

  • Der Mensch hat durchschnittlich 100.000 Haare auf dem Kopf: Blonde haben meist etwas mehr, bis zu 150.000, Dunkelhaarige um die 100.000 und Rothaarige etwa 80.000 Haare. Die Anzahl der Haare ist bei jedem Menschen genetisch festgelegt.

 

  • Haare wachsen im Sommer schneller als im Winter und während der Nacht langsamer als tagsüber. Das durchschnittliche Haarwachstum pro Tag liegt bei ca. 0,3mm (etwa 1cm pro Monat).

 

  • Männer haben im Vergleich zu Frauen meistens dichtere Haare und ein etwas schnelleres Haarwachstum.

 

  • Die Dicke der Haare sowie die Haarlänge haben keine Bedeutung für die Entstehung von Haarausfall. Haarausfall entsteht in den Haarwurzeln und nicht am sichtbaren Haarschaft.
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Haarwachstum: Ein komplexer Zyklus

Nachdem ein altes Haar ausgefallen ist, wächst an dieser Stelle normalerweise ein neues nach. Allerdings verstreichen bis dahin etwa 6 bis 12 Wochen. Auch mit dem Wachsen hat es das Haar nicht eilig: Mehr als 1 Zentimeter im Monat kommt im wahrsten Sinne des Wortes nicht „heraus“.

Jedes Haar durchläuft einen Lebenszyklus mit 3 Phasen. Wie lange die einzelnen Phasen dauern und wie oft jede Haarwurzel diese Phasen durchläuft, ist bei jedem Menschen individuell in seinen Genen festgelegt.

  • Die Wachstumsphase

    Bis zu 90% aller Kopfhaare befinden sich in dieser aktiven Phase. Hier werden sie gebildet und wachsen. Diese Phase dauert etwa 2-6 Jahre.

  • Die Übergangsphase

    Das Haar durchläuft einen “Umbauprozess”, in dem die Haarwurzel schrumpft. 1-2% aller Kopfhaare befinden sich in dieser Phase, die ca. 2 Wochen dauert.

  • Die Ruhephase

    Die Stoffwechselaktivitäten der Haarfollikel werden eingestellt, dadurch fallen die Haare letztendlich aus. Etwa 8-14% aller Kopfhaare sind ca. 3 Monate lang in dieser Phase.

Die Wachstumsphase

Die Wachstumsphase

Bis zu 90% aller Kopfhaare befinden sich in dieser aktiven Phase. Hier werden sie gebildet und wachsen. Diese Phase dauert etwa 2-6 Jahre.

Die Übergangsphase

Die Übergangsphase

Das Haar durchläuft einen “Umbauprozess”, in dem die Haarwurzel schrumpft. 1-2% aller Kopfhaare befinden sich in dieser Phase, die ca. 2 Wochen dauert.

Die Ruhephase

Die Ruhephase

Die Stoffwechselaktivitäten der Haarfollikel werden eingestellt, dadurch fallen die Haare letztendlich aus. Etwa 8-14% aller Kopfhaare sind ca. 3 Monate lang in dieser Phase.

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Haarpflege

Die richtige Haarpflege mit Kosmetika und Aufbaupräparaten kann das Erscheinungsbild Ihrer Haare verbessern, ersetzt aber keinesfalls eine Arzneimittelbehandlung, wenn Sie unter anlagebedingtem Haarausfall leiden.

  • Haarwäsche

    Für die Haarwäsche sollten keine aggressiven Substanzen, sondern milde Shampoos verwendet werden, die das Haar nicht zu sehr entfetten und austrocknen. Gerade sehr empfindliche Kopfhaut kann „gereizt” auf aggressive Shampoos reagieren, was zu Kopfhautjucken oder vermehrtem Haarausfall führen kann.

    Durchblutungsfördernde Haarprodukte oder auch Kopfhautmassagen können die Versorgung der Haare in der Wachstumsphase verbessern. Sie wirken jedoch nicht gegen Haarausfall!

    Eine feuchtigkeitsspendende Spülung ein- bis zweimal die Woche ist ausreichend.

    Generell gilt: Gründlich Ausspülen! Denn Produktreste beschweren das Haar und können die Kopfhaut reizen.

    Auch nach dem Waschen sanft mit den Haaren umgehen: Feuchte Haare sind sehr empfindlich, deshalb nicht an ihnen zerren, sonst werden sie brüchig und splissig.

    Tests in Laboratorien haben gezeigt, dass feuchte Haare weich sind, geöffnete Schuppen haben und leichter abreissen.

    Zum „Entwirren” nach dem Waschen am besten eine Spülung benutzen, die im Haar bleibt und die Kämmbarkeit verbessert. Dann das Haar mit einem grobzinkigen Kamm oder einer Naturbürste vorsichtig kämmen: Zunächst die Spitzen entwirren und langsam nach oben arbeiten.

  • Frisur und Styling

    Ein regelmässiger Friseurbesuch unterstützt das gesunde Aussehen des Haares, da hier die oft gespaltenen und brüchigen Haarspitzen entfernt werden. Falsch ist die Annahme, dass die Haare durch regelmässiges Schneiden dicker oder kräftiger werden.

    Frauen, die unter anlagebedingtem Haarausfall leiden, verzichten besser auf eine Dauerwelle. Das Tönen der Haare mit milden Substanzen sowie milde Haarpflegeprodukte und Shampoos schädigen die Haare in der Regel nicht.

    Beim Trocknen und Stylen der Haare, sollten Fön oder Lockenstab nicht zu heiss sein. Zu grosse Hitze schädigt die Haare. Die mittlere Stufe genügt. Schneller geht es, wenn man die Haare mit einem Frotteehandtuch vortrocknet. Aber bitte nicht rubbeln! Wickeln Sie das Handtuch lieber für ein paar Minuten um den Kopf, damit ein Teil des Wassers schon vom Haar abgenommen wird.

  • Nahrungsergänzung

    Unterstützend sind bei Bedarf Präparate zu empfehlen, die dem Haar Aufbaustoffe, Vitamine und Spurenelemente liefern, die es für sein Wachstum benötigt. Sie sind rezeptfrei in Apotheken und Drogerien erhältlich.

    Bei anlagebedingtem Haarausfall sind Aufbaupräparate jedoch nicht ausreichend: Sie ersetzen keine Arzneimittelbehandlung (z. B. mit Neocapil®).

    Eine reine Ernährungsumstellung oder Wechsel der Haarpflegeprodukte können den Haarausfall nicht aufhalten.

Haarwäsche

Haarwäsche

Für die Haarwäsche sollten keine aggressiven Substanzen, sondern milde Shampoos verwendet werden, die das Haar nicht zu sehr entfetten und austrocknen. Gerade sehr empfindliche Kopfhaut kann „gereizt” auf aggressive Shampoos reagieren, was zu Kopfhautjucken oder vermehrtem Haarausfall führen kann.

Durchblutungsfördernde Haarprodukte oder auch Kopfhautmassagen können die Versorgung der Haare in der Wachstumsphase verbessern. Sie wirken jedoch nicht gegen Haarausfall!

Eine feuchtigkeitsspendende Spülung ein- bis zweimal die Woche ist ausreichend.

Generell gilt: Gründlich Ausspülen! Denn Produktreste beschweren das Haar und können die Kopfhaut reizen.

Auch nach dem Waschen sanft mit den Haaren umgehen: Feuchte Haare sind sehr empfindlich, deshalb nicht an ihnen zerren, sonst werden sie brüchig und splissig.

Tests in Laboratorien haben gezeigt, dass feuchte Haare weich sind, geöffnete Schuppen haben und leichter abreissen.

Zum „Entwirren” nach dem Waschen am besten eine Spülung benutzen, die im Haar bleibt und die Kämmbarkeit verbessert. Dann das Haar mit einem grobzinkigen Kamm oder einer Naturbürste vorsichtig kämmen: Zunächst die Spitzen entwirren und langsam nach oben arbeiten.

Frisur und Styling

Frisur und Styling

Ein regelmässiger Friseurbesuch unterstützt das gesunde Aussehen des Haares, da hier die oft gespaltenen und brüchigen Haarspitzen entfernt werden. Falsch ist die Annahme, dass die Haare durch regelmässiges Schneiden dicker oder kräftiger werden.

Frauen, die unter anlagebedingtem Haarausfall leiden, verzichten besser auf eine Dauerwelle. Das Tönen der Haare mit milden Substanzen sowie milde Haarpflegeprodukte und Shampoos schädigen die Haare in der Regel nicht.

Beim Trocknen und Stylen der Haare, sollten Fön oder Lockenstab nicht zu heiss sein. Zu grosse Hitze schädigt die Haare. Die mittlere Stufe genügt. Schneller geht es, wenn man die Haare mit einem Frotteehandtuch vortrocknet. Aber bitte nicht rubbeln! Wickeln Sie das Handtuch lieber für ein paar Minuten um den Kopf, damit ein Teil des Wassers schon vom Haar abgenommen wird.

Nahrungsergänzung

Nahrungsergänzung

Unterstützend sind bei Bedarf Präparate zu empfehlen, die dem Haar Aufbaustoffe, Vitamine und Spurenelemente liefern, die es für sein Wachstum benötigt. Sie sind rezeptfrei in Apotheken und Drogerien erhältlich.

Bei anlagebedingtem Haarausfall sind Aufbaupräparate jedoch nicht ausreichend: Sie ersetzen keine Arzneimittelbehandlung (z. B. mit Neocapil®).

Eine reine Ernährungsumstellung oder Wechsel der Haarpflegeprodukte können den Haarausfall nicht aufhalten.

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Häufig gestellte Fragen zu Ursache, Diagnose & Behandlung

Beim Thema Haarausfall sind viele Betroffene verunsichert und wissen nicht, was zu tun ist. Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zur Ursache, Diagnose und Behandlung von Haarausfall zusammengestellt.

 

Fragen zur Ursache von Haarausfall

1. Wie kann ich die Ursache für meinen Haarausfall herausfinden?

Haarausfall kann zwar viele Ursachen haben, fast immer – in 95% der Fälle – handelt es sich jedoch um anlagebedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie). Unser Risikotest kann erste Hinweise liefern, ob bei Ihnen anlagebedingter Haarausfall vorliegt. Falls Sie unsicher sind, kann der Hautarzt die genaue Ursache für Ihren Haarausfall feststellen. Dazu untersucht er die Kopfhaut, stellt Fragen zum Gesundheitszustand und ermittelt den Wachstumsstatus der Haare. Hierfür gibt es verschiedene Methoden. Beim „Trichogramm” (Haarwurzeluntersuchung) entnimmt der Arzt zuerst an mehreren Stellen des Kopfes einige Haare. Die Haarwurzeln werden dann unter dem Mikroskop analysiert und ausgewertet. Anhand der Untersuchungsergebnisse zieht Ihr Hautarzt Rückschlüsse auf den möglichen Grund des Haarverlustes. Neben dieser weit verbreiteten Methode führen einige Hautärzte auch einen so genannten TrichoScan durch. Hierbei wird auf wissenschaftlichem Wege Haarwachstum und -ausfall per Computer festgestellt.

2. Stimmt es, dass Haarausfall erblich ist?

Die häufigste Form des Haarausfalles ist die so genannte „androgenetische Alopezie” auch hormonell-erblicher oder anlagebedingter Haarausfall genannt. Dabei handelt es sich um eine vererbte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegen bestimmte Hormone, die so genannten Androgene (z.B. Dihydrotestosteron, kurz DHT). Typisch für diese Form des Haarausfalls sind beim Mann die Geheimratsecken, eine Tonsur oder eine spätere Glatzenbildung. Bei Frauen dagegen lichtet sich das Haar meist in der Scheitelregion.

3. Ich leide mal mehr, mal weniger unter Kopfschuppen. Jetzt verliere ich auch noch am hinteren Oberkopf ganz stark Haare. Sind die Schuppen die Ursache für meinen Haarausfall?

Schuppen rufen keinen anlagebedingten Haarausfall hervor. Da die Bildung von Kopfschuppen vielfältige Ursachen haben kann, empfiehlt es sich allerdings, einen Hautarzt aufzusuchen. Er kann feststellen, welche Faktoren Ihren Haarausfall verursachen und ggf. eine Behandlung einleiten. Eine gesunde Kopfhaut ist Voraussetzung für ein gesundes Haarwachstum. Je früher die Behandlung beginnt, desto eher kann sich ein Erfolg einstellen.

4. Ich bin vor ein paar Wochen Mutter geworden, hatte immer schönes, dichtes Haar – jetzt fallen mir die Haare aus. Woran liegt das, und was kann ich tun?

Bei Frauen tritt oft nach der Geburt eine meist vorübergehende Form des Haarausfalls auf. Schwangere haben viel weibliches Östrogen im Blut, das die Haare länger als normal in den Haarwurzeln „festhält”. Nach der Geburt sinkt dann der Östrogenspiegel drastisch und alle „überfälligen” Haare fallen fast gleichzeitig aus. In der Regel normalisiert sich drei bis sechs Monate nach einer Geburt der Haarstatus wieder.

 

Fragen zur Diagnose von Haarausfall

1. Seit einiger Zeit finde ich morgens nach dem Duschen immer wieder Haare im Abfluss. Ist das normal?

Jeder Mensch verliert bis zu 100 Haare am Tag, das ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung. Am besten ist, Sie zählen einfach die Haare. Sind es regelmässig mehr als 100 Haare pro Tag, sollten Sie dem Problem auf den Grund gehen.

2. Kann ich mit einer speziellen Ernährung mein Haarausfall-Problem lösen?

Eine ausgewogene vitamin- und mineralstoffreiche Kost ist auch für die Haare wichtig und sinnvoll. Dennoch kann eine gesunde Ernährung allein nicht die Haarpracht sichern, wenn ein anderer Grund für den Haarausfall als eine seltene Mangelernährung vorliegt.

 

Fragen zur Behandlung von Haarausfall

1. Ich habe gehört, dass anlagebedingter Haarausfall behandelt werden kann. Stimmt das?

Das ist richtig. Und bei anlagebedingtem Haarausfall kann man die Uhr nicht zurückdrehen, d. h. bereits abgestorbene Haarwurzeln können nicht wiederbelebt werden! Nur wer bereits bei den ersten Anzeichen von Haarausfall handelt, hat gute Chancen, diesen zu stoppen und seine Haarwurzeln zu erhalten. Eine äusserliche Behandlung reicht in vielen Fällen aus.

2. Worauf sollte ich bei der Auswahl des richtigen Präparates gegen Haarausfall achten?

Bei Haarausfall benötigen Sie eine Behandlung, die beim Hauptgrund für den Haarausfall ansetzt, statt nur die Symptome zu mildern oder das Problem kosmetisch zu kaschieren. Haarausfall zu behandeln braucht Zeit. Die Behandlung sollte daher verträglich sein. Achten Sie auch darauf, dass Sie eine Behandlung wählen, die sich in Ihren Alltag integrieren lässt. So erleichtern Sie sich die regelmässige Anwendung.

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